Stromversorgung:

Meine Stromversorgung die ich mir ausgedacht habe ist etwas unkonventionell, funktioniert aber bisher tadellos.

Das Fahrzeug besitzt vier separate Stromkreise:

Es sollten folgendes  Funktionieren:

Ständige Bereitschaft von 12V, 24 V und 230V für den Wohnbereich. Die meisten Campinggeräte wie auch meine Truma Gasheizung benötigen 12 V.      24 V stehen sowieso zur Verfügung und wurden für die Wasserpumpen und den Kühlschrank verwendet, 230 V für diverse Ladegeräte, Klimaanlage usw.

Die Wohnbereichsbatterien sollten während der Fahrt nicht einfach über die Fahrzeug Lichtmaschine, sondern mit einer optimalen Spannung und optimalen Kennlinie geladen werden.

 Es sollten ständig 230 V Wechselstrom zur Verfügung stehen um während der Fahrt die Wohnbereichs-Klimaanlage betreiben zu können und das Ladegerät für die Wohnbereichsbatterien betreiben zu können.

Bei einer schwachbrüstigen Campingplatzabsicherung oder externe Stromversorgung mittels meines 850 Watt Notstromaggregat sollte für eine begrenzte Zeit die volle Leistung von 3000 Watt zur Verfügung stehen.

Vorschriften für den Elektro u. Gasausbau findet man bei: http://www.reimo.com weiter unter TECHNIK-INFOS.

VDE 0100 Teil 754 (für 230V)                                                                         Elektrische Anlagen von Caravans und Motorcaravans                                           Die folgenden Bauarten sind zu verwenden:                                                             - Aderleitungen mit feindrähtigen Leitern (H07V-K) in Isolierrohren;                           - mehrdrähtige Leiter (H07V-R) in Isolierrohren;                                                     - Gummischlauchleitungen mit Polychloroprenmantel (H05RN-F) oder gleichwertig. Alle Leitungen, die nicht in Rohren oder Kanälen verlegt sind, müssen mit Isolierschellen befestigt sein, bei senkrechter Leitungsführung in einem Abstand von höchstens 0,40 m, waagerecht höchstens 0,25 m.                                                Die Angaben sind ohne Gewähr  

Daten aus der Praxis:

Die Klimaanlage Dometic B 3000 läuft auf Batterie min. 1 Std., dann habe ich den Test abgebrochen um die Batterien nicht all zu quälen. Sie hat auf der 24 V - Seite ca. 67 A gezogen und 65 Ah verbraucht. Die Batterie ist dann auf ca. 23,5 V gefallen.                                                                                                      Die Daten der Klimaanlage: 45 kg - Rotations Kompressor - Kühlleistung 3,2kw - Stromaufnahme 5,3A - Anlaufstrom 29A für 0,15 sek. - Leistungsaufnahme Kühlen 1,2kw - Leistungsaufnahme Heizen 1,6kw -vom Hersteller empfohlene Generatorleistung 2,4kw

Der 130 L. Kompressorkühlschrank von Kissmann lief ununterbrochen 5 Tage bei ca. 30 Grad Außentemperatur ausschließlich auf Batterie und verbrauchte dabei 167 Ah, die Batteriespannung sank auf 23,4 V ab.

Die 2 x 12V AGM Batterien sind von Lifeline Typ GPL-8D 255Ah/K20, sind zyklusfest wie ein Gel. Akku und hochstromfest wie ein Blei Akku. Der Temperaturbereich geht von -40 bis +60 Grad C. Sie sind in 3mm starken Edelstahlbehälter direkt hinter den Hinterreifen angebracht.

Der Energieverbrauch beträgt durchschnittlich 35 Ah pro Tag - ohne Heizung, dafür mit 130L. Kompressorkühlschrank und am Abend viel Licht zum Lesen. Da man die Akkus mit max. 50% entladen soll, halten sie ca. 3 - 4 Tage.

Meine Thetford Porta Porti Toilette besitzt 20L. Fassungsvermögen und hält ca. 1,5 - 2 Tage. Da ich noch eine Ersatzkassette dabei habe, reichen die Behältnisse (wie beim Strom) 3 - 4 Tage.

 

Fahrzeug im Stand, Versorgung mittels einer externen Vollversorgung und einer sehr schwachen externen Absicherung.

 Stehen bei einer externen 230V Einspeisung nur eine schwachbrüstige Absicherung zur Verfügung wie sie oft auf südliche Campingplätze anzutreffen ist, oder aber man benützt einen ebenfalls schwaches Notstromaggregat, so wird mittels diese Schaltung gewährleistet, dass eine Zeit lang 230V und 3kW zur Verfügung stehen. Je nach externer Absicherung wird der entsprechende maximale Strom dem Bordnetz zugeführt, so wie es die externe Absicherung oder die Leistung des Notstromaggregates erlaubt. Dies wird dadurch gewährleistet, dass der Eingansstrom des Ladegerätes stufenlos eingestellt werden kann und damit auf die max. Stromausgang des externen Versorgers angepasst wird.

Fahrzeug im Stand, Versorgung mittels einer externen Vollversorgung und einer genügend hohen externen Absicherung.

Steht während des Standes 230V und 16A einer externen Einspeisung zur Verfügung, werden alle 230V Verbraucher direkt versorgt wie z.B. das gesamte 230V Bordnetz, das Ladegerät und die Klimaanlage.

Fahrzeug in Fahrt, Versorgung mittels Fahrzeuglichtmaschine:

Meine Lichtmaschine 24V / 100A versorgt bei Fahrt neben den Standard Fahrzeugverbrauchern und die Fahrzeugbatterie, die hier nicht eingezeichnet ist, den  Wechselrichter mit 3kW Sinus. An diesen ist dann ein Ladegerät 24V - 60A angeschlossen, das dann die 2 x 12V AGM Wohnbereichsakkus mit 255Ah optimal auflädt. Das Ladegerät hat eine einstellbare Strombegrenzung. Über die 230V, die während der Fahrt zur Verfügung stehen kann ich im Sommer die Wohnbereichsklimaanlage und im Winter die Heizung Truma C 6002 EH betreiben. Die Verluste, die der Wechselrichter und das Ladegerät produzieren sind mir bewusst und werden hingenommen.

Fahrzeug im Stand, Versorgung mittels der beiden 255Ah AGM Wohnbereichsbatterieen:

Während des Standes ohne zusätzliche externe Stromversorgung wird der Wechselrichter und der 24V – 12V Wandler nur durch die Bordbatterie gespeist.

Es stehen dann 24V direkt aus der Batterie, 12V – 80A aus zwei redundanten Gleichspannungswandlern und 230V – 3000W Sinus aus dem Wechselrichter zur Verfügung. Die Batterie- spannung, kapazität sowie die derzeitiger Stromverbrauch kann über einen so genannten Batteriemonitor exakt gemessen werden.